Arbeitsfelder // Einführung

Die Brandenburgische Frauenhilfe kon­zen­trierte sich auf die freiwillige sozialkaritative Tätigkeit von Frauen. Sie vermittelte in umfangreichen Kursprogrammen Kenntnisse in der Alten-, Kranken- und Säuglingspflege. Das führte zur Professionalisierung weiblicher Sozialarbeit und zur Beschäftigung mit den Ursachen sozialer Probleme. Mit der Entwicklung spezifisch weiblicher Berufe wie Fürsorgerinnen, Lehrerinnen und Ge­mein­de­hel­fe­rinnen ging eine Modernisierung tra­di­tio­neller Rollenvorstellungen ohne radikalen Bruch einher. Die Vereinigung schuf für Frauen, Schwestern und Diakonissen in den von der Frauenhilfe finanzierten sozialen Einrichtungen sowie in den Gemeinden einen eigenen Einflussbereich. Sie schulte Frauen in der Bibelarbeit, organisierte Freizeiten und Er­ho­lungs­angebote für Mütter.

Frauenhilfsschwester mit Patient
o.D., um 1927 | Stralsund, Schwesternschaft der Evangelischen Frauenhilfe Potsdam-Stralsund