Arbeitsfelder // Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Frauenhilfe hatte mehrere Aufgaben. Die Re­dak­teure, Schriftsteller, Fotografen und Fil­me­ma­cher entwickelten und produzierten Wer­be­mitteln für den Verband und deren Arbeit in den Gemeinden, Materialien für die Bibelarbeit und die Verbandszeitungen „Der Bote“ und „Frau­enhilfe“. Sie hatten ihre Büros im Sitz der Evangelischen Frauenhilfe in der Potsdamer Mirbachstraße 1. Dort wurde die gesamte Öffentlichkeitsarbeit konzipiert, koordiniert und umgesetzt. Gedruckt und vertrieben wurden die Publikationen zumeist über die Ver­eins­dru­cke­rei und den Stiftungsverlag in Potsdam.

„Lob Gott getrost mit Singen. Ein Liederbuch für evangelische Frauen“
Evangelische Reichsfrauenhilfe (Hg.)
Potsdam, 1935 | Berlin, Renate Wildenhof, geb. Brandmeyer
Werbebroschüre
Potsdam, 1952 | Potsdam, GBLP

Diese Broschüre erschien anlässlich des 50. Gründungsjubiläums der Brandenburgischen Frauenhilfe und stellte die Vereinigung einem breiten Publikum vor.
Pouva Magica. Projektor für 35-mm Diafilme
o.D., ca. 1940-1950 | Berlin, Peter A. Rodekuhr

Regelmäßig reisten die Geschäftsführenden Pfarrer der Brandenburgischen Frauenhilfe zu einzelnen Gemeinden, um der dortigen Frauenhilfe Filme vorzuführen. Bei den Abendveranstaltungen kamen teilweise mit Karbidlicht betriebene Apparate zum Einsatz. Die Diafilme mit begleitenden Texten thematisierten die Entwicklung und Arbeitsfelder der Evangelischen Frauenhilfe, die Geschichte der Diakonie oder die Biografie Martin Luthers.
Stiftungsverlag Potsdam
Marie Kuhls, geb. Goslich
Potsdam, o.D., ca. 1905-1930 | Baumgartenbrück, Albrecht Herrmann

Diese Fotografie von Marie Kuhls, einer Redakteurin des „Boten“, zeigt den Stiftungsverlag im Potsdamer Stadtzentrum. Um aktuelle Themen, wichtige Anliegen und Schriften im Netzwerk des EKH und der Frauenhilfe verbreiten zu können, hatte der EKH 1902 den Stiftungsverlag als selbständige Abteilung gegründet. Hier erschienen die Verbandszeitschriften sowie Kalender, Ratgeber, Biografien und geistliche Titel. Mit der Beschränkung der Frauenhilfe im Bereich der diakonischen und sozialen Arbeit während der NS-Zeit nahm die Anzahl der Publikationen ab. Der christliche Verlag publiziert bis heute.
„Der Bote für die Brandenburgische Frauenhülfe“
Bielefeld, 8.2.1925 | Berlin, Bibliothek des Diakonischen Werks der EKD

Am 8. Februar 1925 erschien die erste Ausgabe des „Bote[n] für die Brandenburgische Frauenhilfe“. Jeden Sonntag konnten die Mitglieder in der Provinz die Regionalausgabe des „Bote[n] für die deutsche Frauenwelt“ lesen. Die Vereinigung informierte darin über Termine und Aktivitäten der einzelnen Zweigvereine oder rief zu Spendensammlungen auf.
„Frauenhülfe. Blätter für Frauenarbeit in der evangelischen Gemeinde“
Potsdam, 1903/04 | Potsdam, EKH

Zwei Jahre nach der Gründung der Frauenhilfe beschloss der EKH die Herausgabe der monatlichen Verbandszeitschrift „Frauenhülfe“ als Informationsmittel für die Leitung der Zweigvereine. Sie erschien bis 1941. Die Redakteure schrieben über anstehende christliche Feste, berichteten über die Arbeit der Provinzialverbände, Bibelarbeit und aktuelle Themen. Stellungnahmen zum Krieg oder Geburtstagswünsche an Adolf Hitler finden sich ebenso wie kritische Untertöne gegenüber der Kirchenpolitik. Die Leitung der Frauenhilfe näherte sich der Bekennenden Kirche, ohne in offensichtliche Gegnerschaft zum Nationalsozialismus zu treten.

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