Einführung // Beginn Rundgang

Die Evangelische Frauenhilfe entstand Ende des 19. Jahrhunderts als eine von vielen politischen und konfessionellen Frauen­orga­nisationen. Die konservativ ausgerichtete Ver­einigung wollte den evangelischen Glauben stärken und die Lage der Frauen verbessern. Sie orientierte sich am traditionellen Rollenbild der Frau als Ehefrau und Mutter. Ihr Haupt­arbeitsfeld war die freiwillige weibliche So­zial­arbeit. Mehr als 60.000 Mitglieder enga­gierten sich allein in Brandenburg.

An das weitgehend unbekannte Wirken der Bran­­denburgischen Frauenhilfe erinnert die Ge­denk- und Begegnungsstätte Leistikow­straße Potsdam. Sie befindet sich in einem Haus, das bis 1945 die Verwaltungsräume der Ev. Frauen­hilfe be­her­bergte. In unmittelbarer Nähe hatte die Brandenburgische Frauenhilfe ihren Sitz. Damit ist die Vorgeschichte des späteren sowje­ti­schen Gefängnisses to­­po­gra­phisch und historisch eng mit dem sozialen En­ga­ge­ment evangelischer Frauen verbunden.

Frauen der Brandenburgischen Frauenhilfe hissen die Verbandsfahne
Potsdam, o.D. | Berlin, ELAB

Auf dem Dach des Heimathauses der Brandenburgischen Frauenhilfe in der Augustastraße 18/19 bringen Charlotte Funke und zwei weitere Frauen die Fahne der Vereinigung an.
Lied der Frauenhilfe
In: Unser Liederbuch. 215 Lieder für die Vereine der Frauenhilfe und ihre Feste
Melodie: Freiheit, die ich meine,
Text: Hans Hermenau, 1928
Potsdam, 1928 | Potsdam, GBLP

HÖRSTATION: Lied der Frauenhülfe
Berlin, 2009 / 3:17 min