1945 // Kriegsende

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Die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die Frauenhilfe waren unmittelbar zu spüren: Die Arbeit konnte nur im eingeschränkten Maß fortgesetzt werden, leitende Pfarrer wurden zum Wehrdienst eingezogen, Krankenhäuser und Heime der Vereinigung von Bomben zerstört, Flüchtlinge suchten Schutz in den Häusern der Frauenhilfe. Das Überleben der eigenen Familie war eine zentrale Sorge der Frauen. Die Arbeit der Brandenburgischen Frauenhilfe kam in den letzten Kriegsmonaten fast zum Erliegen. Die Einrichtung eines Behelfskrankenhauses im Heimathaus in Potsdam im April 1945 führte zu einer neuen Schwerpunktsetzung der Vereinsarbeit.

Wilhelm Brandt
Bielefeld, o.D., um 1950 | Herford, Barbara Hoffmann

HÖRSTATION Auszug aus einer Aktennotiz von Wilhelm Brandt über die Beschlagnahmung der Mirbachstraße 1
Gesprochen von Alexander Bandilla, September 2010, 1:50 min.
Zerstörte Garnisonkirche in Potsdam
Potsdam, o.D., um 1946 | Berlin, BArch

HÖRSTATION Auszug aus einem Brief von Gerhard Schröder an Hildegard von Winterfeld
Gesprochen von Alexander Bandilla, September 2010, 1:51 min.
Seite aus dem Gästebuch von Wilhelm Brandt mit Eintrag von Flüchtlingen
Potsdam, 22.3.1945 | Herford, Barbara Hoffmann

Bereits seit Januar 1945 hielten sich viele Flüchtlinge in der Stadt Potsdam auf. Für die Vorsitzende der Posener Frauenhilfe und ihre Familie war die Zentrale der Evangelischen Frauenhilfe in der Mirbachstraße 1 eine wichtige Anlaufstelle auf ihrer Flucht vor der herannahenden Front.
Schwestern und Ärzte des Krankenhauses der Brandenburgischen Frauenhilfe
Potsdam, o.D., um 1946 | Berlin, ELAB

Kurz bevor die Rote Armee im Frühjahr 1945 Potsdam einnahm, richteten Pfarrer Gerhard Schröder und die Schwestern der Brandenburgischen Frauenhilfe im Heimathaus ein Behelfskrankenhaus ein. Gemeinsam mit zwei Ärzten versorgten sie Zivilisten, Soldaten, alte Menschen und Flüchtlinge. Bis heute befindet sich auf dem Areal ein evangelisches Krankenhaus.