Biografie // Joachim von Winterfeldt-Menkin

1865 // geboren am 15. Mai in Grünberg (Uckermark) als Sohn des Landrates Ulrich von Winterfeldt und seiner Frau Marianne, ge­b. von Stülpnagel; Besuch des Gym­na­siums in Glogau und der Ritterakademie in Brandenburg/Havel

1888 - 1892 // nach dem Jurastudium und dem Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger Tätigkeit als Gerichtsreferendar

1896 // Landrat des Kreises Prenzlau

1905 - 1918 // Mitglied des Preußischen Her­ren­hauses

1908 - 1918 // Mitglied des Reichstages sowie Mitbegründer der DNVP

1911 - 1930 // Landesdirektor der Provinz Bran­denburg

1913 - 1933 // Erster Vorsitzender der Bran­den­burgischen Frauenhilfe sowie Mitglied des Hauptausschusses des EKH

1919 - 1933 // Präsident des Deutschen Roten Kreuzes

1945 // Tod in Harmshagen (Mecklenburg)

Schreiben von Joachim von Winterfeldt an den Engeren Ausschuss des EKH
Potsdam, 29.7.1916 | Potsdam, EKH

Nur wenige Dokumente überliefern das Wirken von Joachim von Winterfeldt für die Vereinigung. In diesem Schreiben bemühte er sich um die Klärung der Pensionsansprüche des Vereinspfarrers Johannes Lux.
Bericht über eine Rede von Joachim von Winterfeldt
In: Frauenhülfe. Blätter für Frauenarbeit in der evangelischen Gemeinde
Potsdam, Mai 1919 | Potsdam, EKH

Nur wenige Monate nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und den Unruhen der Revolution sprach Joachim von Winterfeldt auf der Provinzialversammlung über die „großen sittlichen Schäden des Volkslebens“. Wie viele gesellschaftliche Kräfte empfand die Führung der Brandenburgischen Frauenhilfe den Versailler Friedensvertrag als Schmach. Als eindeutiges politisches Bekenntnis zum verloren gegangenen Kaiserreich wurde auf seine Initiative hin ein Grußwort an die im Exil lebende Kaiserin und Protektorin der Frauenhilfe gesandt.
„Jahreszeiten des Lebens“
Joachim von Winterfeldt-Menkin
Berlin, 1942 | Potsdam, GBLP

Mitten im Krieg schrieb Joachim von Winterfeldt-Menkin seine Memoiren. Sein über 20 Jahre währendes Engagement für die Brandenburgische Frauenhilfe und den EKH blieb unerwähnt.
Joachim von Winterfeldt-Menkin
In: Joachim von Winterfeldt-Menkin: Jahreszeiten des Lebens
Berlin, 1942 | Potsdam, GBLP

Traditionsgemäß wurden die Landesdirektoren von Brandenburg Vorsitzende der Brandenburgischen Frauenhilfe und des Brandenburgischen Provinzialverbandes des EKH. Nach dem Tod Otto von Manteuffels übernahm Joachim von Winterfeldt beide Ämter und führte die Vereine durch die politischen und sozialen Wirren der Weimarer Republik.
Elisabeth von Winterfeldt-Menkin
In: Joachim von Winterfeldt-Menkin: Jahreszeiten des Lebens
Berlin, 1942 | Potsdam, GBLP

Elisabeth von Winterfeldt, geb. Freiin von Entreß-Fürsteneck engagierte sich wie ihr Mann im Vorstand der Brandenburgischen Frauenhilfe.
Auszug aus einem Schreiben von Joachim von Winterfeldt-Menkin an den Hauptausschuss des EKH
Berlin, 8.3.1933 | Potsdam, EKH

Bereits 1930 hatte sich Joachim von Winterfeldt-Menkin aus Altersgründen auf sein Gut zurückgezogen. Trotzdem kam er dem Wunsch des Hauptausschusses des EKH nach, die Leitung des Verbandes zu übernehmen, als sich mit der Machtübernahme der NSDAP große politische Veränderungen abzeichneten.

nächste Biografie: