Biografie // Helene von Oppen

1879 // geboren am 6. September in Potsdam als Tochter des preußischen Generalmajors Ernest von Ruville und seiner Frau Therese Keszycki 1906 // Heirat mit Konrad von Oppen

1914 // Tod des Ehemanns im Ersten Weltkrieg

1920 // Helferinnentätigkeit bei der im Aufbau befindlichen Frauenhilfe Eberswalde

1923-1929 // Vorsitzende der Frauenhilfe Eberswalde

1925-1929 // Vorsitzende des neu ge­grün­deten Kreisverbands Oberbarnim

1929-1933 // Vorsitzende der Evangelischen Frau­enhilfe

1933 // Umzug von Eberswalde nach Potsdam; Niederlegung des Vorsitzes und Rückzug ins Privatleben

1945-1949 // Organisation einer Hilfsinitiative für Flüchtlinge in Wentorf

1966 // Tod in Harburg

Helene von Oppen mit ihren Kindern am Strand
Kolberg, 1916 | Marburg, Rosemarie von Oppen

Als junge Kriegswitwe lebte Helene von Oppen mit ihren vier Kindern und der Haushälterin in Berlin. Sie siedelten 1919 nach Eberswalde über, wo das Leben ruhiger und einfacher verlief als in der von den Folgen der Revolution und Inflation geprägten Großstadt.
Helene von Oppen
o.D., ca. 1930-1940| Marburg, Rosemarie von Oppen

Ende des Jahres 1933 gab Helene von Oppen den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen ab. Auch fühlte sie sich den seit der Machtübernahme der NSDAP begonnenen Auseinandersetzungen nicht gewachsen. Rückblickend zog sie in den 1950er Jahren folgendes Resümee: „Sehr vielseitig waren die Anforderungen, die an eine Vorsitzende gestellt wurden, aber es ging, es wurde geschafft. Ich verdanke dieser Zeit viel wertvolle Anregungen. Ich habe viel gelernt, viel gesehen und manche Persönlichkeit kennengelernt, die mir durch ihren Charakter und ihre Klugheit Vorbild war.“
Helene von Oppen als Erste Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe
o.D., ca. 1929-1933 | Marburg, Rosemarie von Oppen

Frauenhilfe Eberswalde
Eberswalde, o.D., ca. 1920-1927 | Berlin, ELAB

Die Fotografie zeigt eine Versammlung der Helferinnen der Frauenhilfe Eberswalde. Zu ihnen gehörte auch Helene von Oppen, die sich seit 1920 in der Frauenhilfe ihres Wohnortes engagierte.
Seite aus dem Tagebuch von Helene von Oppen
Eberswalde, 15.6. 1929 | Marburg, Rosemarie von Oppen

Helene von Oppen führte viele Jahre täglich Tagebuch. Ihre erhaltenen Eintragungen spiegeln in eindrucksvoller Weise ihre Tätigkeit für die Frauenhilfe wider. Am 15. Juni 1929 notierte sie stolz: „Mitteilung meiner Wahl zur 1. Vorsitzenden der Gesamtfrauenhilfe“.
Helene von Oppen
o.D., um 1950 | Marburg, Rosemarie von Oppen

HÖRSTATION: Auszüge aus den Memoiren von Helene von Oppen aus den 1950er Jahren
Gesprochen von Claudia Lietz, September 2010, 2:05 min.
Postkarte von Helene von Oppen an die Zentrale der Evangelischen Frauenhilfe
Eberswalde, 22.3.1929 | Potsdam, EKH

Helene von Oppen reiste regelmäßig zu Besprechungen oder Vorstandssitzungen nach Potsdam in die Mirbachstraße 1. Sie meldete ihr Kommen mit Postkarten wie dieser rechtzeitig an.

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