Biografie // Dagmar von Bismarck

1883 // geboren am 22. August in St. Pe­ters­burg als Tochter des kaiserlich-rus­sischen Hofrates Paul von Boetticher und seiner Frau Maria, geb. San Galli

1902 // Heirat mit Bernhard Ludolf von Bismarck. Das Ehepaar lebte in Berlin und auf dem Gutshof Welle bei Stendal.

1924 // Vorsitzende des Kreisverbandes Sten­dal der Evangelischen Frauenhilfe

1926 // Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden der Evangelischen Frauenhilfe

1933 - 1949 // Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe

1945 // Nach dem Zweiten Weltkrieg Ent­eig­nung, Ausweisung aus Welle und Über­sied­lung in die westliche Besatzungszone

1946 // Wiederaufnahme der Arbeit für die Frauenhilfe in der westlichen Besatzungszone

1970 // Tod in Glücksburg, Beisetzung in Gifhorn, später Versetzug des Grabsteins nach Welle

Schreiben von Dagmar von Bismarck an Friedrich von Bodelschwingh
Potsdam, 22.4. 1941 | Bielefeld, HBAB

In ihrem Brief dankte Dagmar von Bismarck Friedrich von Bodelschwingh für seine Anteilnahme am Tod Adolf Brandmeyers. Sie würdigte ihn als „jungen, tüchtigen und arbeitsfreudigen Menschen mit großen geistigen Gaben“ und bat um Rat bei der Suche nach einem Nachfolger.
Eintrag von Dagmar von Bismarck im Gästebuch der Pfarrfamilie Brandt
Potsdam, 8.1.1945 | Herford, Barbara Hoffmann

Nach dem Tod Brandmeyers übernahm Wilhelm Brandt in Abstimmung mit Bodelschwingh die Zentrale in Potsdam. Dagmar von Bismarck notierte am Ende ihres Aufenthalts in der Mirbachstraße 1 ins Gästebuch: „Herzlichst Gott befohlen überall, wo Sie und die Ihren weilen.“
Dagmar von Bismarck auf ihrem Wohnsitz Gut Welle
Welle bei Stendal, o.D., um 1940 | Celle, Rüdiger von Bismarck
Dagmar von Bismarck
K. Reitzig
Welle, 1941 | Celle, Rüdiger von Bismarck

Dagmar von Bismarck leitete die Evangelische Frauenhilfe in der gesamten NS-Zeit. Sie stand der Bekennenden Kirche nahe und versuchte, die Vereinigung auf dem schwierigen Weg zwischen Anpassung und Selbstbehauptung zu führen. Unterstützung erhielt sie dabei durch die Geschäftsführenden Pfarrer Adolf Brandmeyer und Wilhelm Brandt.
Seite aus den Memoiren Dagmar von Bismarcks
o.D., c.a. 1950-1960 | Celle, Rüdiger von Bismarck

HÖRSTATION: Auszüge aus einem Brief und den Memoiren von Dagmar von Bismarck aus den 1950er Jahren
Gesprochen von Claudia Lietz, September 2010, 1:58 min.

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