Biografie // Gustav Naegler

1875 // geboren am 23. Februar in San­dersleben (Anhalt)

1894 // Abitur in Berlin, danach Studium der Theologie in Berlin

1899 - 1900 // Lehrvikariat in Cottbus

1901 - 1903 // Stipendiat des Königlichen Domkandidatenstifts und Hilfsvikar an der Ber­liner Matthäikirche

1904 - 1919 // Pfarrer in Groß-Krausnigk (Nie­derlausitz)

1917 - 1918 // Kriegsdienst als Feldgeistlicher und Divisionspfarrer

1919 - 1922 // Geschäftsführender Pfarrer der Brandenburgischen Frauenhilfe und des Bran­den­burgischen Provinzialverbandes des EKH

1923 - ? // Strafanstaltspfarrer in Magdeburg; Verbleib nach Februar 1945 unbekannt

Auszug aus einem Geschäftsbericht von Gustav Naegler
Potsdam, 19.3.1920 | Potsdam, EKH

Zu den Aufgaben von Gustav Naegler gehörte die regelmäßige Berichterstattung auf den Vorstandssitzungen. Im vorliegenden Bericht ging er auf die finanzielle Situation, die durchgeführten Kurse, Veranstaltungen und Reisen ein. Es war offensichtlich, dass er mit seinen Aufgaben nicht zufrieden war, denn nach drei Jahren legte er seine Ämter nieder.
Auszug aus der Personalakte
Magdeburg, 1937 | Berlin, BArch

Im Anschluss an seine Arbeit in Potsdam wurde Gustav Naegler Strafanstaltspfarrer in Magdeburg. Dort war er bis Februar 1945 tätig. Sein weiteres Schicksal konnte bislang nicht geklärt werden.
Gustav Naegler
Magdeburg, 1937 | Berlin, BArch
Bewerbungsschreiben von Gustav Naegler
Groß-Krausnigk, 22.2.1919 | Potsdam, EKH

Gustav Naegler bewarb sich erfolgreich um die Stelle als Vereinsgeistlicher bei der Brandenburgischen Frauenhilfe. Er verdeutlichte, dass ihm durch seine „bisherige Amtstätigkeit besonders ländliche Verhältnisse vertraut“ seien, er aber auch Erfahrungen mit städtischen Gemeinden habe.
„Wiederbesetzung der Stelle des Geschäftsführers“
In: Frauenhilfe. Blätter für Frauenarbeit in der evangelischen Gemeinde
Potsdam, 8.11.1919 | Potsdam, EKH

In dieser Mitteilung wurde den Zweigvereinen der Amtsantritt von Gustav Naegler im November 1919 verkündet. Der neue Vereinsgeistliche bezog eine Dienstwohnung im Haus der Brandenburgischen Frauenhilfe in der Großen Weinmeisterstraße 17.

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