Biografie // Adolf Brandmeyer

1899 // geboren am 30. Januar in Gel­sen­kirchen-Rotthausen

1917-1918 // nach dem Abitur in Essen Soldat an der Westfront

1919 // Mehrmonatige Tätigkeit als Bergmann

1923 // Studium der Theologie in Marburg, Berlin und Münster

1923 // Lehrvikar in der Gemeinde Essen-Rüttenscheid

1924-1932 // Pfarrstellen in den Gemeinden Evingsen und Gelsenkirchen-Schalke

1932-1935 // Pfarrer der Braunschweigischen Landeskirche

1935-1941 // Geschäftsführender Pfarrer der Evangelischen Frauenhilfe in Potsdam

1941 // nach kurzer Krankheit Tod in Potsdam-Hermannswerder

Schreiben von Adolf Brandmeyer an Dr. Johannes Kunze
Bad Harzburg, 18.2.1936 | Bielefeld, HBAB

Wiederholt stimmte sich Adolf Brandmeyer mit anderen Bekennenden Christen ab, um die evangelische Frauenarbeit vor dem Verbot durch die NSDAP einerseits und dem Einfluss der Reichskirche andererseits zu bewahren. Mit diesem Ziel agierte er zwischen selbstbehauptendem Intervenieren bei staatlichen Behörden und der NSDAP als auch Anpassungsgesten wie regelmäßigen Grußworten zu Hitlers Geburtstag.
Predigt über Lukas 14,1-11 in Babelsberg
Adolf Brandmeyer
Potsdam, 15.9.1940 | Berlin, Renate Wildenhof, geb. Brandmeyer
Seite aus dem Arbeitskalender von Adolf Brandmeyer
Potsdam, 1935 | Berlin, Renate Wildenhof, geb. Brandmeyer

Am 21. März 1935 notierte Adolf Brandmeyer in seinem Arbeitskalender: „Einzug Mirbachstraße 1“. Seine neue Dienststelle war die Zentrale der Evangelischen Frauenhilfe in Potsdam. Adolf Brandmeyer war als Nicht-NSDAP-Mitglied und Anhänger der Bekennenden Kirche zum Geschäftsführer ernannt worden, mit dem Auftrag, die Vereinigung gegen den Einfluss der Deutschen Christen zu verteidigen.
Adolf Brandmeyer
Braunschweig, o.D., um 1930 | Berlin, Renate Wildenhof, geb. Brandmeyer
Adolf Brandmeyer
Braunschweig, o.D., um 1933 | Berlin, Renate Wildenhof, geb. Brandmeyer

Unter dem Eindruck seiner Erfahrung des Stellungskrieges im Ersten Weltkrieg entschied sich Adolf Brandmeyer Pfarrer zu werden. Seine ersten Berufserfahrungen sammelte er in den Bergbauregionen Essen und Gelsenkirchen. Danach wechselte er ins Braunschweigische Landeskirchenamt.
„Antwort des Glaubens. Eine Hilfe für die häusliche Unterweisung“
Adolf Brandmeyer
Wuppertal-Barmen, o.D. | Berlin, Renate Wildenhof, geb. Brandmeyer

In den sechs Jahren seiner Tätigkeit für die Reichsfrauenhilfe publizierte Adolf Brandmeyer eine Vielzahl von Broschüren und kleineren Publikationen für Frauen und Mütter. Damit gelang es, neue Akzente in der Arbeit der Vereinigung zu setzten. Pfarrer Adolf Brandmeyer baute insbesondere die Bibelarbeit und die Angebote für Mütter aus.
Renate Brandmeyer
Potsdam, 1947 | Berlin, Renate Wildenhof, geb. Brandmeyer

Renate Wildenhof, geb. Brandmeyer
Berlin, 2010 | Potsdam, GBLP

HÖRSTATION Renate Wildenhof spricht über ihren Vater Adolf Brandmeyer
Potsdam, 20.9.2010, Interviewsequenz, 2:15 min.

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