Biografie // Marie Goslich

1859 // geboren am 24. Februar in Frank­furt/Oder; Besuch der Höheren Töch­ter­schule

1883 // Privatlehrerin und Erzieherin in Berlin

1891-1898 // Sekretärin bei der Zeitschrift „Preußische Jahrbücher“

1899 // Beginn der Arbeit als freie Journalistin, Schriftstellerin, Lehrerin und Fotografin

1907-1910 // Schriftleiterin der Zeitschrift „Kör­per­kultur“

1910 // Heirat mit dem Schriftsteller Karl Kuhls

1911-1926 // Redakteurin der Zeitschrift „Der Bote für die christliche Frauenwelt“

1913-1926 // Verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift „Der Bote für die christliche Frau­en­welt“

1937-1938 // Aufenthalt in der Lan­des­heil­an­stalt in Brandenburg-Görden

1938 // Überstellung in die Heil­an­stalt Meseritz-Obrawalde

ab 1938 // Verbleib unbekannt

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In: Frauenhülfe. Blätter für Frauenarbeit in der evangelischen Gemeinde

Der Stiftungsverlag warb für Marie Kuhls Hefte „Bilder aus der Kriegsarbeit der Frauenhülfe“. Die Reportagen der leidenschaftlichen Fotografin wurden dadurch einer größeren Leserschaft bekannt.
„Aus unserer Bildermappe. Der Spreewald“
Marie Goslich
In: Der Bote für die christliche Frauenwelt
Potsdam, 1.1.1905 | Berlin, Bibliothek des Diakonischen Werks der EKD

Eine ihrer ersten Bildreportagen schrieb Marie Goslich über den Spreewald. Neben Naturaufnahmen konzentrierte sie sich in der Folgezeit auf Alltagssituationen im ländlichen Raum und dokumentierte damit in außerordentlicher Weise das einfache Leben in Brandenburg.
Winterlicher Spreewald
Marie Kuhls
1917 | Baumgartenbrück, Albrecht Herrmann

Diese Fotografie zierte das Titelblatt der Zeitschrift „Der Bote für die christliche Frauenwelt“, für die Marie Kuhls fast 20 Jahre arbeitete. Sie war eine engagierte und selbstbestimmte Frau und prägte als Leitende Redakteurin die Arbeit der Frauenhilfe mit.
Marie Goslich
o.D., um 1900 | Baumgartenbrück, Albrecht Herrmann
Marie Goslich als Fotografin
Schwielowsee, o.D. | Baumgartenbrück, Albrecht Herrmann

Seit den 1890er Jahren beschäftigte sich Marie Goslich mit der Fotografie. Erst im Alter von über 40 erlernte sie selbst das Fotografieren. Einen Einblick in ihre Arbeiten vermitteln etwa 400 Glasnegative. Sie befinden sich in der Heimatstube in Baumgartenbrück.
BILDERSERIE
Marie Goslich
Berlin, 1915 | Baumgartenbrück, Albrecht Herrmann

Die Berliner Frauenhilfe sammelte während des Ersten Weltkrieges Lebensmittel, Verbandsmaterial und Geld für die deutsche Armee. Marie Kuhls hielt diese Aktivitäten in einer Bilderserie fest.
„Der Bote für die christliche Frauenwelt“
Potsdam, 1905 | Berlin, Bibliothek des Diakonischen Werks der EKD

Marie Goslich schrieb von 1905 bis 1921 für das Sonntagsblatt der Evangelischen Frauenhilfe. Eine begeisterte Leserschaft wartete wöchentlich auf ihre Ratschläge in den Rubriken „Bei der Küchendoktorin“ und „Für die Arbeitsstube“. Nach der Gründung der Weimarer Republik versuchte sie, ihren Leserinnen in einer regelmäßigen „Rückschau“ die politischen Entwicklungen der neuen Zeit, wie den Versailler Friedensvertrag, Wahlen oder Gesetzesänderungen, zu erklären.

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