Biografie // Maria Weigle

1893 // geboren am 15. Februar in Gruiten (Rheinland)

1919-1924 // Studium der Theologie in Bonn, Tübingen und Berlin

1924-1926 // Lehrerin in Opladen und Seel­sorgerin in einem Frauengefängnis

1926-1945 // Theologin bei der Evangelischen Frauenhilfe in Potsdam und Leitende Re­dak­teurin der Zeitschrift „Der Bote für die deutsche Frau­en­welt“

1930 // Einsegnung als Vikarin

1936-1945 // Leiterin der Bibelschule der Evangelischen Frauenhilfe in Potsdam

1939-1951 // Vorsitzende des Verbandes evan­gelischer Theologinnen Deutschlands

1945-1960 // Mitbegründerin des Müt­ter­dien­stes in Bayern und Leiterin des Gemein­de­hel­fe­rin­nenseminars in Stein

1958 // Verleihung der theologischen Ehren­dok­tor­würde der Universität Münster

1960 // Ruhestand

1979 // Tod in Königsfeld (Schwarzwald)

Seite aus dem Tagebuch von Helene von Oppen
26.-30.1.1931 | Marburg, Rosemarie von Oppen

Als Referentin im Reisedienst der Evangelischen Frauenhilfe führte Maria Weigle in ganz Deutschland Lehrgänge für Frauen durch. Die Vorsitzende Helene von Oppen notierte nach einem solchen Kurs anerkennend: „Das Zusammensein mit Frl. Weigle war mir wieder sehr wertvoll.“
„Bibelarbeit. Methodische Anleitung zur Besprechung von Bibeltexten mit Frauen“
Maria Weigle
Potsdam, 1938 | Potsdam, GBLP
Auszug aus dem Artikel „Der gute Hirte. Anleitung zu einer Bibelarbeit über Evangelium Johannes 10, 22-50“
Maria Weigle
In: Frauenhilfe. Blätter für Frauenarbeit in der evangelischen Gemeinde
Potsdam, 1938 | Potsdam, EKH

In der Zeitschrift „Frauenhilfe“ schrieb die Redakteurin Maria Weigle regelmäßig darüber, wie Frauen lernen können, die Bibel selbständig zu deuten. Sie leitete Frauen an, andere in der Bibellektüre zu unterweisen.
Maria Weigle
o.D., um 1950 | Stein, Frauenwerk Stein e.V. in der ELKB
Maria Weigle
o.D., um 1950 | Stein, Frauenwerk Stein e.V. in der ELKB

Maria Weigle engagierte sich in den 1920er Jahren im Verband der evangelischen Theologinnen Deutschlands und übernahm 1939-1951 die Leitung. Der Verband forderte die Zulassung von Frauen zum Pfarramt. Sie selbst wurde 1930 als Vikarin eingesegnet. Damit war sie zur Wortverkündigung gegenüber Kindern, Frauen und Mädchen, zur Lehrtätigkeit und zur Seelsorge in der Gemeinde berechtigt. Gottesdienste in der Gemeinde durfte sie dennoch nicht halten.
Sigrid Schulz
Potsdam, 1958 | Stralsund, Sigrid Schulz

Sigrid Schulz
Stralsund, 2003 | Stralsund, Sigrid Schulz

HÖRSTATION Sigrid Schulz spricht über Maria Weigle
Stralsund, 27.01.2010, Interviewsequenz, 1:03 min.

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